Abschied von der Türkei. Ein drittes mal, ein letztes mal Einreise nach Griechenland auf dieser Tour. Ich freue mich darauf. Auf gutes Essen, die griechische Küche. Tatsächlich hätte ich auf der Reise ein viel größeres Augenmerk auf die lokalen Küchen legen müssen, mehr dokumentieren, mehr erfahren. Es war immer lecker. Eine Ausnahme machte Israel, da war Essen gehen einfach zu teuer.

Meine Erwartungen waren ein verbranntes Land vor zu finden. Nach den verheerenden Bränden im Sommer 23. Direkt hinter der Grenze waren die Spuren deutlich sichtbar, danach war alles fast normal, auch um Athen. Hat sich die Natur so schnell erholt? was machen Medien aus solchen Ereignissen?

Campingplatz Alexandropolis ist mein erstes Ziel. Die Wäsche muss ich dringend machen. Auf dem Platz stelle ich einen Druckverlust am Reifen hinten links fest. Wieder eine Schraube im Profil. Mein zweiter Platten, geflickt in Minuten. Die Reparatur des ersten Platten in Thailand hat die gesamte Tour gehalten. Nie mehr ohne dieses Flickset auf Reisen. Die Campingplätze sind sichtbar in der Nebensaison. Dabei ist das Wetter noch herrlich und das glasklare Wasser lädt zum Schwimmen ein. Ein schöner Ort um in Griechenland anzukommen. Die quirlige Innenstadt ist fußläufig zu erreichen. Hier hole ich mir auch die mittlerweile obligatorische SIM Karte, ohne die wirklich nichts geht.


Über Kavalla geht es Richtung Thessaloniki. Thessaloniki, eine viel zu große Stadt für mich. Im Außenbezirk gibt es aber ein schwedisches Möbelhaus, in dem ich mich mit etwas wärmerer Bettwäsche eindecke. Die Nächte werden empfindlich kühl. Wie oft hab ich in Südostasien davon geträumt, mich Nachts zudecken zu müssen :-).
Dann geht es schnurstracks zu einem weiteren Highlight der Reise. Zu den Meteora Klöstern, unweit des Olymps. Bei Ankunft Dauerregen, 2 Tage ohne Unterbrechung, so die Vorhersage. Aushalten oder weiter fahren? Die Natur und die Klöster sind atemberaubend, also halte ich aus, die Wettervorhersage verspricht Besserung am Donnerstag. Und wie es sich gelohnt hat. Der erste Morgen mit Sonne entzieht den Tälern die Feuchtigkeit. Was für ein Anblick, was für Freude jetzt hier zu sein. Nach diesem Naturschauspiel der Besuch der Klöster – unbeschreiblich.









Der Plan tief in die Bergwelt Nordgriechenlands vorzudringen, wird aufgrund einer Unpässlichkeit meines Gefährten zu Nichte gemacht. Aber es ist nichts Schlimmes, wie sich herausstellte. Austausch von Verschleißteilen und er rennt wieder, der alte Racker.



Die andere Seite der Medaille, ich lerne eine coole Landrover Werkstatt kennen und lande an einem sehr schönen See in Ioannina.

Allerdings verliere ich durch die Reparatur 2 ganze Tage. Warum das schlimm ist auf einer Langzeitreise? Ich habe einen Termin! Jawoll, ich habe einen Termin, und ich will noch einmal ans Meer, bevor mich meine Kinder in Athen besuchen. Aber 2 Tage nutze ich, um in die Pindos Berge zu fahren. Ich bin hin und weg von der Landschaft und den Dörfern mit ihren Natursteinhäusern. Wilde Flüsse mit glasklarem Wasser schlängeln sich durch tiefe Schluchten. Straßen sind von bunten Bäumen gesäumt. Ein Herbsttag bei Sonne wie er im Buche steht.






Ich besuche das Dorf Kalaritis, entdecke eine Null-Energie-Teppich-Waschmaschine, campe vor majestätischen Bergen und fahre durch die Wolken. Ganz klar, hier geht es nochmal hin!















Jetzt das Kontrastprogramm, Insel Lefkada im Ionischen Meer. Glücklicherweise in angenehmer Entfernung zu den Bergen. Die Vielfalt Griechenlands wird sichtbar. Da die Bergdörfer mit den Bauern und Hirten, hier die Yachthäfen, die Touristen, das schicke Zentrum von Lefkas, der Inselhauptstadt.




Ich suche mir einen Stellplatz direkt am Wasser, einsam und nur mit 4×4 zugänglich. Eine Minibucht für mich, mit Blick aufs Meer und die rein und raus fahrenden Schiffe.


Auf nach Athen. Einmal quer durchs Land, entlang des Golfes von Korinth. Hoch über der Küste windet sich die Panoramastraße zwischen Bergen, Höhen und dem Meer dahin. Immer wieder abfallend zu den windigen Buchten. An einem relativ windgeschützten Badestrand finde ich einen Platz für die Nacht. Los ist hier nichts mehr. Ein paar Angler am Morgen, ein paar Gäste am Abend. Ruhe zwischen den niedrigen Bäumen. Im Sommer ist hier gerade am Wochenende alles voll. Schwierig dann einen Stellplatz zu finden. September und Oktober scheinen die richtigen Monate für Griechenland zu sein.





An der historischen Marathonstrecke bei Athen buche ich einen Campingplatz. Er liegt dicht am internationalen Flughafen, von wo ich meine Kinder abholen werden. Die erste Nacht verbringen wir hier, bevor es zum Kanal von Korinth und nach Nafplio geht. Nafplio, hatte ich schon von der Hinreise berichtet, für mich die schönste Stadt in Griechenland. Blättert gern nochmal zurück.



Das sagt einer, der Städte nur zum shoppen braucht. Aber nach Athen muss ich, da beißt keine Maus einen Fader ab. Wir schauen uns gemeinsam die Akropolis an. Und ich muss sagen, es hat sich voll gelohnt. Eine fantastische Anlage hoch über der Stadt. Ein 360° Blick bietet Panaromen im Schein der untergehenden Sonne, da muss man fotografieren.






Die Stippvisite der Kinder ist schon wieder vorüber. Ich habe mein Fährticket von Patras nach Bari in Italien gebucht. Wieder ein Abschied von einem wundervollen Land. Aber ein „Hallo Griechenland, da bin ich wieder“ wird es geben.

Wie immer, verpasst nicht die Videos, die die Worte nochmal deutlich unterstreichen. Zu finden hier, bei YouTube.


Moin Michael,
ich denke, Du hast Dich inzwischen wieder an die deutsche Kälte gewöhnt?
Was mich noch umtreibt, ist die Frage, ob ich bei meiner kommenden Reise nach China über die Stanzender riskieren soll, meine Drohne mitzunehmen. Nach deiner schlechte Erfahrung interessiert mich besonders ob Du bei der Einreise nach Usbekistan deine Drohne gemeldet hattest oder sie gefunden wurde. Und wie war es in den anderen Länder.
Würde mich sehr über eine Antwort freuen, mit hanseatischen Grüße, Walter
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Hallo Walter, die Drohne durfte ich nicht mitnehmen nach Jordanien und Usbekistan. DIe Jordanier waren aber so nett, die Drohne auf Staatskosten an den von mir angegeben Grenzübergang nach Saudi Arabien zu befördern. Danach hat die Drohne keinen interessiert, einschließlich beim Grenzübergang China. Fliegen in China hab ich mich aber nicht getraut, die Behörden sind leider paranoid. In Usbekistan wurde direkt nach der Drohne gefragt, und der Wagen streng kontrolliert, einschließlich Motorraum. Da macht es keinen Sinn Dinge zu verheimlichen. An allen anderen Grenzübergängen wurde der Wagen nicht kontrolliert, außer „machen sie mal die Türen auf“. Wenn du mehr Infos brauchst, meld dich gern nochmal. Gruß in den Norden, Michael
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