Was ist das denn hier? Die Malayen sind total entspannt und freundlich.


In Sri Lanka trübte die schwierige politische und wirtschaftliche Lage die Stimmung der Einheimischen.
Der Straßenverkehr hier? Ruhig, kein Gehupe, rücksichtsvolle Fahrweise, das fällt sofort auf. Die Kamikaze – Busfahrer in Sri Lanka, die heimlichen Herrscher der Straße, denen sich alle unterzuordnen hatten, gibt es hier nicht mehr. Alles „Softies“ hier in Malaysia? Mit nichten, so muss es sein. O.k., die Zweiradfraktion fährt lückenfüllend, aber nicht aggressiv. Schnell war ich mit dem Scooter eingetaucht in diese Welt, das hätte ich mir in den Städten auf Sri Lanka nicht getraut. Hier fahre ich befreit mit und habe Spaß dabei.




Aber hoppla, fangen wir doch vor an. Bei Ankunft in Malaysia war die Hoffnung noch groß den Henry bald wieder auf der Straße zu haben. Aber dann kam die Ernüchterung, aus dem 28. 1., was schon 10 Tage hinter dem geplanten Datum lag, wurde der 6.2. Aber alles dazu im Video Malaysia Teil 2. Genügend Zeit also Land und Leute auf alte Art und Weise kennen zu lernen, mit Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum Glück ist das hier in Malaysia überhaupt kein Problem. Schon die Einreise über den Flughafen Kuala Lumpur war so butterweich und reibungslos wie man es sich nur wünschen kann. Schwupp war der Stempel im Pass und damit 3 Monate touristisches Aufenthaltsrecht. Von hier aus zum Gepäckband, da drehte der Rucksack schon eine Warteschleife, dann raus am Zoll vorbei, da gab es die SIM Karten. Annette, die ein paar Tage später kam, hat es genauso erlebt, also kein Glück bei mir gewesen.
Taxi, ab ins Hotel, da ich einen Nachtflug hatte war ich pünktlich zum Frühstück da, frisch geduscht, lecker Kaffee. Herz was willste mehr? Kurz am Kissen gelauscht, dann raus die Gegend erkunden. Bääm, trifft dich der Hitzehammer und die Schwüle – angekommen!






Für Bewegungen in Städten oder auf kürzeren Strecken gibt es die Grabs, private Taxen, die auch sehr komfortabel per App organisiert werden können. Grab App downloaden und starten, man kann auch Essen darüber bestellen. Oft sind die Fahrer geschwätzig und haben den einen oder anderen Tipp parat. Das Bussystem für Überlandfahrten ist hier bestens organisiert. Mit der „redbus“ App ist die Orientierung und organisieren der Tour ein Kinderspiel. An den beiden Apps kommt man nicht vorbei.
Ach ja, apropos Essen. Die Vielfalt an Essen ist nicht zu toppen. Chinesisch, indisch, malayisch und western Food bekommt man überall. Beim Streetfood wird das Essen an kleinen Ständen, oder den Foodtrucks, an Plätzen oder Straßen zubereitet.






Die Atmosphäre hat durchaus was Familiäres. Günstig, frisch und lecker, natürlich auch die Säfte – herrlich. Par exellence haben wir das bei Karim Tandoori in Melaka erleben dürfen, unvergeßlich.
Wer noch nicht in Süd-Ost-Asien war, der sollte in Singapore starten und dann direkt zum Nachbarn Malaysia weiterfahren. Die Malayen sind wie schon erwähnt unglaublich freundlich. Aber wenn ich es mir so recht überlege, habe ich seit Saudi-Arabien keine unfreundlichen Menschen mehr getroffen, echt! In Jordanien war es etwas gespaltener, da hatte ich öfter das Gefühl, man will mich über den Tisch ziehen, zumindest an den touristischen Hochburgen wie Petra und Wadi Rum.
Soviel zum Rahmen in dem man sich bewegt, aber was kann man denn hier sehen, was erleben, wie ist es denn in Malaysia? Zu aller erst bunt, extrem grün und feucht, tropisch heiß und in den Bergen deutlich kühler und regnerischer.












Kuala Lumpur besticht architektonisch, kulinarisch und durch die ethnische Vielfalt. Kein Ort für Langeweile.




„KL“ ist aber auch das Drehkreuz für Überlandfahrten, hier wird umgestiegen. Wir machen einen Sprung in den Nordwesten des Landes, auf die Insel Penang, genauer nach George Town. Der Luxus das eigene Haus spazieren zu fahren ist ja momentan abstinent. Also muss gut geplant werden. Location, Preis und Anbindung ans Verkehrsnetz spielen jetzt wieder eine größere Rolle. Aber natürlich gibt es auch hierfür eine App, die dritte im Bunde, Booking.com nutze ich hierfür (natürlich gibt es auch andere). Aber ist das Handy weg, steht man erstmal mit runtergelassenen Hosen da. So bequem es einem gemacht wird, so abhängig macht man sich auf der anderen Seite auch. Aber zurück nach George Town. Wir haben eine Streetart Schnitzeljagd gemacht. Überall in Downtown haben sich Künstler mit Farbe und Draht an Ecken und Wänden verewigt. Die Suche danach ist spannend und ganz nebenbei findet man immer wieder Neues und Interessantes.






Natürlich kommt man an etlichen Möglichkeiten vorbei sich der kulinarischen Vielfalt hinzugeben. Es gibt eine Streetfood Halle von der man direkt in die Clan Jetties gehen kann. Chinesischer Charme geht von den Häusern auf Stelzen direkt am oder besser im Wasser aus, der von 6 verschiedenen Clans errichtet wurde. Über hundert Jahre alt. Der Ort hat schon was und war den Besuch absolut wert. Aber wie ist da mit dem Licht und dem Schatten? Auch Malaysia hat ein Müllproblem, und viel alte koloniale Bausubstanz verfällt, das läßt sich nur schwer nachvollziehen, wird aber auch seine Gründe haben, Geld, Besitzverhältnisse, etc.



Henry schippert immer noch irgendwo zwischen und Indien und Malaysia rum. Also ab in die Berge, Tee und Regenwälder anschauen. Es hat die 4 Tage dauernd geregnet. 10 Grad kühler war es auch. Man fährt an riesigen Gewächshäusern vorbei, in denen Erdbeeren wachsen. Aber Erdbeeren selbst oder Erzeugnisse daraus, wie lecker Erdbeermarmelade, haben wir nicht gesehen. Wenn man schon mal hier ist, sollte man auch mal den Dschungel von innen anschauen. Das war wie am Olymp, geflucht, gelitten, gequält aber hinterher war es großartig, nur das wir noch nass geregnet bis auf die Knochen den Rückweg bewältigen mussten. Eine Gegend in der alles zu wachsen und zu gedeihen scheint. Aber am coolsten waren die Nebelschwaden über den üppig grünen Bäumen.



Melaka am Meer gelegen war dann wieder das Kontrastprogramm. Wärme, Flair einer alten Kolonialstadt. Vom Melaka Fluss aus kann die Atmosphäre die dieser Ort ausstrahlt, am Besten aufgenommen werden. Gehört auch auf die Liste der Orte, die man bei einem Malaysia Trip besucht haben sollte.






Eins muss aber noch erwähnt werden. Wer fußläufig unterwegs ist, was hier eher selten ist, braucht alle Sinne auf den Wegen, denn die sind oft im miserablen Zustand. Jetzt ist also bald soweit, unser „Chalet Rouge“, der Henry, trudelt in Port Klang ein. Vorher sind allerhand Dinge zu erledigen, Versicherung finden, Genehmigung zum Fahren auf den Straßen Malaysia organisieren und vor allem den Kontakt zur Person aufbauen, die uns hilft den Wagen aus dem Hafen und aus dem Zoll auf die Straße zu bekommen.
Wer bis hierher das Video sehen möchte, findet es wieder bei Youtube . Video, Text und Fotos ergänzen sich.
Wie es dann weitergeht fasse ich Euch im zweiten Teil zusammen 😊


Servus,
wollte mich einfach mal bedanken für die tollen Videos und Infos die Du da bereit stellst. Habe gerade das letzte Malaysia Video angeschaut. Ist schon der Wahnsinn wo man mit dem Landy von zu Hause aus hinkommt, einfach toll.
Der malaysische Zoll hätte mich auch fertig gemacht, aber hilft ja nix ;-). Denke ist oft auch die Willkür des oder der einzelnen Beamten…
Was mich noch interessieren würde:
Woher bekommst Du die Streckeninfos (Pisten und schöne kleine Strecken) von den einzelnen Ländern ?
Wünsche Dir noch eine tolle Reise und viel Spass mit dem zuverlässigen TD5. Habe den gleichen seit 2008, hat auch schon viel gesehen und mich bis jetzt nur einmal im Stich gelassen 😉
Viele Grüße vom Chiemsee
Ralf
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Hallo Ralf, schön das dir gefällt was ich mache. Die Willkür der Beamten scheint wirklich ein Problem gewesen zu sein. Einheimische sagten mir im Nachhinein, die hätten wohl auf einen Extraschein gewartet. Dazu kommt die Mentalität der Asiaten, schlechte Nachrichten nicht zu vermitteln, oder ein Problem damit haben. Wie auch immer, die Wahrheit werde ich nicht erfahren.
Ja, die schönen Strecken liegen eigentlich auf dem Weg. Ich steuere gern Nationalparks an, da werden die Straßen irgendwann immer spektakulär. Auf dem Navi wähle ich aber auch gern untergeordnete Streckenführungen aus, so komme ich an abseitsgelegene Orte, der Td5 ist da nicht das begrenzende Element 🙂
Beim Td5 muss man die Temperatur im Auge behalten, dann hält er schon durch. Die Anzeige der Abgastemperatur ist das wichtigste Instrument.
Gruß aus Thailand, Michael
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Super, Vielen Dank für die schnelle und nette Antwort! Dir noch eine tolle Reise, bin schon gespannt wie es weiter geht……😊Ralf
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