BLOG 11: Jordanien „Bin ich auf dem Mars?“

Ich betrete den arabischen Kulturkreis. Der Grenzübertritt war einfach. Ich fahre in Aqaba ein, was für ein Name – Aqaba! Darin steckt Ferne, 1001 Nacht, Gewürze, etc. Mein erster Stopp ist mal wieder der SIM Kartenshop, schnell gefunden, abgeschlossen, eingesetzt und schwupp, bin wieder im Geschäft. Dann finde ich diesen herrlich kleinen und gemütlichen Coffee shop. Es duftet nach frisch geröstetem Kaffee. Eine Karte an der Wand zeigt mir die Anbaugebiete der Welt. Hier bin ich richtig. Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein. Eine schöne Tasse Arabica – geht es mir gut!

Der Kühlschrank wird gefüllt, endlich wieder humane Preise. Ich tanke, 1,25€ der Liter, die Hälfte des israelischen Literpreises. Voll bitte, randvoll! Soll reichen bis Saudi Arabien. Ich kann es kaum erwarten, erster Gang, ab nach Wadi Rum. Nach etwas mehr als zwei Stunde steh ich am Visitors gate. 25JD (ca 33€), und ab geht es. Auf den Spuren von Lawrence von Arabien. Die Sonne senkt sich über dem Horizont. Einige Berge sind bereits im Schatten, andere leuchten knallig orange.

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BLOG 10 – Israel

Wir verlassen Griechenland, beenden den ersten Abschnitt einer bis dahin sehr abwechslungsreichen Reise. Henry braucht 3 Tage übers Wasser, ich 5 Stunden mit langem Aufenthalt in Limassol / Zypern, dem Ort wo wir vor Wochen schon gestanden haben.

Für die Organisation und der Abwicklung im Zielhafen Haifa, ist ein ganzer Tag drauf gegangen. Der spannende Abschnitt 2, Israel bis Oman, hat begonnen. Was wird er bringen? Beginnt jetzt das „richtige“ Reisen, außerhalb der Europäischen Union? Erstmal ankommen in Israel. Immer spannend die ersten Tage in einem neuen Land. Die neue Währung ist der Shekel, die neuen Preise verursachen Schnappatmung, das Tanken ging bis zuletzt nicht ohne Hilfe. Israelis sind ein campingaffines Volk. Sehr freundlich und interessiert, was auch am Henry lag. Landrover ist eine seltene Spezies auf diesen Straßen. Toyota und Ford dominieren die Offroadfahrzeugszene. Nervend waren die Stromgeneratoren, die jeder „Camper“ für seinen Wohnwagen die ganze Nacht hat laufen lassen – boah.

Der Israel Aufenthalt wäre vielleicht ganz anders verlaufen, hätte ich einen religiösen Hintergrund oder einen Bezug zum Glauben oder der Interpretation daraus. Aber mein Humor ist ein anderer 😊.

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BLOG 9: Griechenland II „den Ort für die Rente gefunden?“

Nee, ne, zurück nach Griechenland hab ich gedacht, Reisekasse strapazieren, Umwege fahren, Strecken womöglich doppelt bereisen, also alles negativ. Das war der erste Eindruck, nachdem die Entscheidung gefallen war. Keine Wahl anders nach Israel zu kommen. Aber wo es dunkel ist, gibt es auch Licht. Was hätte ich nur ohne diese Erlebnisse gemacht? Kos und Peloponnes haben im Nachhinein den Trip sehr bereichert.

Der Kanal von Korinth beispielweise. Was für eine Leistung, so ein Ding aus dem Fels zu buddeln. Es ist ja nicht wie heute, da wird mal eben ein Tunnel unter dem Ärmelkanal gebohrt, und es ist nur eine Frage des Geldes. Das es technisch möglich ist wird nicht bezweifelt. Vor 140 Jahren ein unglaublich mutiger Schritt, 6,5km weit und 84 m tief zu graben. Das habe ich mir gedacht, als ich davor stand und in die 6 Kilometer lange Rinne schaute. Eine kurze Auszeit aus der Realität genommen, und mir vorgestellt wie das wohl war, 1881 und davor?! Wie lange hat es wohl gedauert, bis der erste Spaten sich in den Boden grub? Die Geschichte des Bauwerks hab ich auf die todo Liste geschrieben, da will ich mehr von erfahren.

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BLOG 8: Türkei III „Lagunen – Buchten und keine Fähre nach Rhodos“

Die Schönheit eines Ortes offenbart sich erst in der Ruhe und Stille. Lärm und Hektik verschließen diesen Blick. In den frühen Morgenstunden, wenn die Sonne das Ende der Nacht beschließt, kann ich den Spirit, den mir der Stellplatz bietet, in voller Macht erkennen. Frischer, duftender Kaffee hilft mir dabei, als Booster 😊.

Das hab ich tatsächlich so erlebt am Spot in der Nähe von Marmaris, und oberhalb der Schluchten vor Alanya.

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BLOG 6: Türkei Teil 2, „Ballons  & Berge“

Ich denke jeder von uns hat Bilder von einem Land im Kopf, welches man gern besuchen möchte. Diese sind auf besondere Weise zementiert. Denk ich an die Türkei, sind es die Heißluftballons in Kappadokien, genauer in Göreme. Einmal irgendwo gesehen, wo weiß ich schon gar nicht mehr, ist dies meine Assoziation mit der Türkei. Ein Highlight vom Anfang der Planung, an dem kein Weg vorbeiging. Ich starte am Salzsee und bin auf dem Weg die Bilder Anderer zu meinen eigenen zu machen – verrückt, keine 200km. Göreme ist natürlich mega touristisch. Ich finde aber eine Stelle oberhalb des Taubentales, die ich für mich habe. Es verläuft sich an den vielen Stellmöglichkeiten. Auf der anderen Seite der Schlucht ist abends und morgens Kirmes, Busse mit Touristen, Fotographen die Autos und Paare vor der atemberauben Kulisse ablichten, oder beides. Was für eine Szenerie – spiele wieder Zaungast.

Ich stelle mir den Wecker auf 5:30Uhr, bin aber vor Aufregung schon früher wach. Aus der Schlucht in der Göreme liegt hört man das Zischen und Pfeifen der Brenner die die Ballons noch oben tragen. Sehen kann ich noch nichts. Kurz bevor die Sonne über die Hügel kriecht, und das Ende der Nacht einläutet, sind die ersten Silhouetten der Heißluftballons zu sehen.

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BLOG 3 „Rumänien und Bulgarien“

Wenn du mich fragst, was mir bei Rumänien als Erstes einfällt, dann ist die Ursprünglichkeit in den Bergen, in Siebenbürgen. Die kleinen Dörfer, geprägt von Selbstversorgung und Natürlichkeit. Familien, die Abends auf den Bänken im Schatten ihrer kleinen bunten Häuser zusammenkommen, erzählen und dem Treiben auf der Straße zuschauen. Das ist Rumänien für mich, ein kleines Stück Zeitreise. Dabei habe ich nicht den Eindruck gewonnen, die Menschen sind in ihrer Situation gefangen und unglücklich. Im Gegenteil, viel Zufriedenheit hab ich wahr genommen. Fragst du Henry, wird er sich an die Quälerei in den Karpaten erinnern.

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