Wir verlassen Griechenland, beenden den ersten Abschnitt einer bis dahin sehr abwechslungsreichen Reise. Henry braucht 3 Tage übers Wasser, ich 5 Stunden mit langem Aufenthalt in Limassol / Zypern, dem Ort wo wir vor Wochen schon gestanden haben.
Für die Organisation und der Abwicklung im Zielhafen Haifa, ist ein ganzer Tag drauf gegangen. Der spannende Abschnitt 2, Israel bis Oman, hat begonnen. Was wird er bringen? Beginnt jetzt das „richtige“ Reisen, außerhalb der Europäischen Union? Erstmal ankommen in Israel. Immer spannend die ersten Tage in einem neuen Land. Die neue Währung ist der Shekel, die neuen Preise verursachen Schnappatmung, das Tanken ging bis zuletzt nicht ohne Hilfe. Israelis sind ein campingaffines Volk. Sehr freundlich und interessiert, was auch am Henry lag. Landrover ist eine seltene Spezies auf diesen Straßen. Toyota und Ford dominieren die Offroadfahrzeugszene. Nervend waren die Stromgeneratoren, die jeder „Camper“ für seinen Wohnwagen die ganze Nacht hat laufen lassen – boah.
Der Israel Aufenthalt wäre vielleicht ganz anders verlaufen, hätte ich einen religiösen Hintergrund oder einen Bezug zum Glauben oder der Interpretation daraus. Aber mein Humor ist ein anderer 😊.

Fahr nicht durchs Westjordanland, Gazastreifen ist tabu, die Araber im Süden Israels, pass bloß auf, wurde ich beratschlagt von einem Israeli jüdischer Abstammung im Norden des Landes. Ohje, ohje, das geht ja gut los. Aber wie immer war alles total entspannt, auch bei den Arabern im Süden, oder hatte ich nur Glück das Henry noch bei mir ist? Solche Ratschläge haben immer ein bleibendes Geschmäckle.
Im Norden beginnt, oder endet, der INT, der Israel National Trail. Er durchzieht das gesamte Land auf über 1000km Länge. Warum erwähne ich das? Er ist ein guter Orientierungspunkt um Stellplätze zu finden, meist in den Nationalparks. Sehr schön, wenn diese offen haben. Etliche Male musste ich weiterziehen, weil der Platz schon geschlossen war. Entlang der Hauptrouten findet man aber immer wieder Stellplätze auf Rast und Picknickplätzen.

Meine distanzierte Neugier auf große humanoide Ansammlungen konnte ich nicht ablegen, war froh das Nadelöhr um Tel Aviv durchfahren zu haben. Anmerkung: Ich war 2011 schon mit dem Rucksack im heiligen Land unterwegs. Tel Aviv und besonders Jaffa sind wunderbare Orte, absolut sehenswert, aber nicht mit Henry, schon allein der kaum vorhandenen Stellplätze wegen. Jerusalem ist eine Ausnahme. Jerusalem muss man gesehen haben. Historisch kaum vergleichbares, lebendig, alt, auf engstem Raum findet man an jeder Ecke Neues und Interessantes. Weltoffen und baulich nicht zerstört.





Das Tote Meer, ohne Maßnahmen wohl in 50 Jahren nicht mehr präsent, so die Prognosen. Einer dieser Orte auf der Welt die magisch sind.



2011 war ich in Ein Gedi, konnte treiben im 34%tigen Salzsee. Heute ist das Ufer über 100m weit weg, und die Einrichtungen für die Touristen nur noch Erinnerung und Ruinen.

Grund ist die Wasserknappheit im Nahen Osten, die insbesondere vom größten Zufluss, dem Jordan, massive Entnahmen erfordern. Mein Stellplatz war 382m unter dem Meeresspiegel. Sind das noch Höhenmeter? Tiefpunkt der Reise erreicht.
Negev und Masada haben mich total fasziniert. Mit dem Henry doppelt cool.



Die Geschichte Masadas berührt, und die Lage oberhalb des Toten Meeres ist unglaublich. Horden von Schulklassen werden durch die Ruinen geschleust, und erfahren unter den Pavillions die Geschichte des Ortes. Sehr bedeutend für das israelische Volk. Im Video habe ich knapp davon erzählt.


Eilat am Roten Meer ist der finale Punkt in Israel. Von hieraus geht es über den Grenzübergang Wadi Arab nach Jordanien. Die Strecke Totes Meer – Eilat hatte nichts weiter zu bieten, war eher reizlos. Eilat dagegen eine Perle. Tolle Promenade, tolles Wetter, Wasser schon etwas kühl, aber noch akzeptabel. Ein guter Abschluss der Israel Etappe.

Das Video liegt wieder im Kanal von immerweiter auf Youtube.

