BLOG 6: Türkei Teil 2, „Ballons  & Berge“

Ich denke jeder von uns hat Bilder von einem Land im Kopf, welches man gern besuchen möchte. Diese sind auf besondere Weise zementiert. Denk ich an die Türkei, sind es die Heißluftballons in Kappadokien, genauer in Göreme. Einmal irgendwo gesehen, wo weiß ich schon gar nicht mehr, ist dies meine Assoziation mit der Türkei. Ein Highlight vom Anfang der Planung, an dem kein Weg vorbeiging. Ich starte am Salzsee und bin auf dem Weg die Bilder Anderer zu meinen eigenen zu machen – verrückt, keine 200km. Göreme ist natürlich mega touristisch. Ich finde aber eine Stelle oberhalb des Taubentales, die ich für mich habe. Es verläuft sich an den vielen Stellmöglichkeiten. Auf der anderen Seite der Schlucht ist abends und morgens Kirmes, Busse mit Touristen, Fotographen die Autos und Paare vor der atemberauben Kulisse ablichten, oder beides. Was für eine Szenerie – spiele wieder Zaungast.

Ich stelle mir den Wecker auf 5:30Uhr, bin aber vor Aufregung schon früher wach. Aus der Schlucht in der Göreme liegt hört man das Zischen und Pfeifen der Brenner die die Ballons noch oben tragen. Sehen kann ich noch nichts. Kurz bevor die Sonne über die Hügel kriecht, und das Ende der Nacht einläutet, sind die ersten Silhouetten der Heißluftballons zu sehen.

Dann werden es mehr, immer mehr, die in oder über die Schlucht unter mir wollen. Bei 87 verliere ich den Überblick. Bis zu 20 Personen, schätze ich, haben in den Körben Platz. Ein Spektakel ohne Vergleich.

Über den Henry in die Schlucht, dort zwischen den Tuffsteinformationen und den anderen Ballons herfahrend. Chapeau an die Ballonfahrer. Die erste Welle zieht weiter, sind bereits gelandet, da folgt die Zweite im Licht der Morgensonne. Knapp 2 Stunden, dann ist wieder Ruhe bis zum nächsten Morgen.

Mit der Ruhe kommt die Hitze, Anfangs mit Wind, dann ist totale Stille, totale Hitze, die Bewegung lähmt. Und überall Staub, feiner pudriger Staub, der in alle Ritzen kriecht. Henry ist ja eh nicht richtig dicht. Da konnten die Engländer kein Feature von machen. Aber das weiß man, wenn man Defender fährt.

Nach 2 Tagen verlasse ich den magischen Ort, schaue mir auf dem Weg in die Berge noch die unterirdische Stadt in Derinkuyu an.  Bis zu 8 Stockwerke tief in die Erde gegraben, um vor Angriffen geschützt zu sein. Irre, irre eng, irre viele Besucher. Gehört aber dazu.

Nach Hitze und Staub endlich die Klarheit der Berge. Boah. Ich genieße die Ruhe auf dem kostenlosen Stellplatz. Komme ins Gespräch mit den Leuten die hier tagsüber Picknick machen, werde zum Essen eingeladen – entspanne, sichere Foto und Videomaterial. Der Eintritt in den Park kostet mich 2,5€ pro Tag. Höchste Erhebung über 3500m, nicht schlecht.

Immerweiter -ich will sehen, ob es eine Fährverbindung von Mersin / Türkei nach Haifa / Israel gibt. Also ab an die Küste. Es wird keine schöne Fahrt. Etwas reizlos und monoton. Hafenstadt Mersin mit Vorort empfängt mich mit dichtem Verkehr, trister Industrie- und Hafenumgebung. Hitze, Staub, Lärm. Durch und raus. Blick auf die Karte, Plan B ist geboren, es geht nach Zypern. Weiter die Küste entlang. Industrie weicht allmählich. Ich finde einen schlauchartigen Campingplatz. 70m breit, 100m lang, begrenzt von Straße und Mittelmeer, 2 Tage reichen um alles zu organisieren.

Türkei durchquert, von Nord nach Süd, viel erlebt, tolles gesehen. Aber natürlich nur einen Bruchteil. Von Zypern weiß ich nicht viel, bin gespannt. Komme ich zurück in die Türkei, oder finde ich einen Weg nach Israel? Der nächste BLOG wird es verraten. Youtube hat wieder den Bewegtbild Teil dieses Reiseabschnittes.

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