Was ist unübersehbar, schon auf den ersten Kilometern? Na? Die Fahnen sind häufiger, an Gebäuden, auf Fahrzeugen und sie sind größer, viel größer. Das Nationalbewusstsein ist enorm, die Identifikation mit dem Land groß.

Das erste Mal in der Türkei, ich bin positiv erstaunt. Aber von was nur? Von der Landschaft, der Kultur, vom Essen, von den Menschen die hupen und winken wenn sie an mir vorbeifahren? Ganz klar, es ist der Mix, der die Türkei ausmacht. Die Einladung zum Chai, man hält an einem schönen Ort wo andere Picknick machen, und ist automatisch mit versorgt.

Schöne Orte hab ich an jeder Ecke gefunden. Marmarameer, Schwarzes Meer, die atemberaubende Stille am Salzsee.

Aber was kann ich schon sagen, die paar Tage die ich im Land bin?! Doch ich kann, weil es an jedem Ort den ich bereist habe gleich war. Das Gefühl hier willkommen zu sein und sich überall sicher zu fühlen.
Aber man muss sich auch gewöhnen, an die Türkei. Die Verkehrsregeln beispielswies, sind eher nett gemeinte Denkanstöße. Einzige Ausnahme scheint der Kreisverkehr zu sein, da muss man aufpassen, denn hier hat jeder Vorfahrt der in den Kreisverkehr reinfährt. An die Kühe auf der Schnellstraße, die unerwarteten Einladungen, aber leider auch wieder an den ach so sorglosen Umgang mit Müll. Gleiches Bild wie in Rumänien und Bulgarien – wie schade. Nein, da bleib ich deutsch und passe mich nicht an. Schnell gewöhnt hab ich mich an die niedrigen Preise, wenn auch der Hintergrund für den Wertverfall der türkischen Lira dramatisch ist.
Wenn mich in anderen Ländern historisches interessierte, hab ich hier mein Hauptaugenmerk doch eher auf die Menschen gelenkt, ganz unbewußt. Aufgefallen ist mir das beim Sichten der Ankara Bilder. Ich war vielmehr vom Straßenbild fasziniert, weniger von den Gebäuden und der Historie der Altstadt – schön so. Ankara ist aber auch nicht der touristische Hotspot.
Auffällig ist der Kontrast zwischen arm und reich, ähnlich Rumänien. Weltgewandt, wohlhabend, Englisch oder Deutsch sprechend, und dann der staubige Schäfer der sich schweigend zu mir und Henry setzt und genau wie ich den Sonnenaufgang am Salzsee genießt. Ich bin irgendwie dazwischen?!


Gefalle mir in der Rolle als Zaungast, am Rande stehen, passiv erfassen, beobachten und aufnehmen, aber nichts verändern.
Wird es so bleiben? Ich lasse mich erstmal Richtung Mittelmeer treiben. Auf meinem Youtube Kanal wieder das Bewegtbild. Bei Fragen oder Ergänzungen zu meinen Eindrücke gern das Kommentarfeld nutzen oder an immerweiter@e.mail.de schicken. Bis bald.

