BLOG 4 „Vom Olymp bis in den Nordosten Griechenlands“

Griechenland ohne Wasser, geht das überhaupt? Irgendwie hat es uns immer ans Wasser gezogen, am Fluss oder am Meer. O.k. einmal hatten wir Pech, da war kein Wasser im Fluss, aber gewollt hätten wir. Nee, ehrlich, was gibt es Schöneres als abends nochmal abzutauchen in kristallklarem Wasser?

Es ist schon Luxus mit Wellenschlag aufzuwachen. Und warum, weil die Griechen so mega entspannt sind. Stellplatzsuche überhaupt kein Problem, gern am Strand, wenn es geht. Mein wichtigster Eindruck, den ich aus Griechenland mitnehme. 

Das ging schon an der Grenze Bulgarien – Griechenland los, ganz fix und entspannt. Dann sind wir von der Struma bis an den Olymp gefahren. Plantagen mit Feigen, Kiwis, Wein und natürlich Oliven, immer wieder Oliven.

Skorpione hatte ich nicht erwartet am ersten Stellplatz am Olymp, genauso wenig wie die Wildschweine, die nachts den Henry angegrunzt haben. Apropos Henry, der musste am Olymp wieder ordentlich schuften, diese Höhenmeter. Höhenmeter haben wir auch gemacht, nicht zu knapp, von 1100 bis 2680m, plus hundertmal rauf und runter. Unsere Fitnessuhren haben schon vor der ersten Hütte auf 2100m den Dienst quittiert, kurz danach die Kondition, dann beim Abstieg die Gelenke. Alpines Gelände erster Sahne, an vielen Stellen nicht ungefährlich. Es war schon eine Tortur. Aber wie immer, heute geflucht morgen den Triumph über den eigenen Schweinehund in vollen Zügen genossen. Haken auf der Bucketlist gesetzt.

Ab jetzt nur noch Meer, der Pflichtteil erledigt. Wir haben uns gegen die Klöster von Meteor entschieden, stattdessen nach Chalkidiki auf die „drei Finger“ Kassandra, Sithonia und Athos. Das Wasser klar und warm, unglaublich. Bei der Stellplatzsuche war auch immer ein wenig Offroad dabei, nicht das es Henry herausgefordert hat, alles easy. Die Untersetzung musste wir nur einmal zu Hilfe nehmen. Ein beruhigendes Gefühl. Auf Sithonia, Finger 2, hatten wir den meisten Spaß. Die überlaufenen Strände lagen hinter uns, vor uns eine Bucht für uns allein.

Der Urlaub ging zu Ende, wir mussten zurück nach Thessaloniki, zum Flughafen. 4 Wochen, 4500km, ein Rucksack voll Eindrücke.

Nahtlos ging es in Phase 2 über, Start der Reise – allein. Im Fokus das nächste Land, die Türkei. Dazu ging es weiter entlang der Küste im Nordosten Griechenlands.

Nestos Nationalpark, mit seiner Vogelvielfalt und den Lagunen, aber auch den Mücken. Unvergesslicher Stellplatz. Der Abschied von Griechenland wird nicht leicht gemacht. Aber ich muss ja wiederkommen, für die Fähre nach Israel.

Das Videomaterial findet ihr wieder auf dem Youtube Kanal von immerweiter.  

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