Budapest an der Donau, unaufgeregt, hipp, kulturell und monumental in der Architektur.

Fahrt ihr nach 9:00Uhr in die Stadt, kann euch auch der Berufsverkehr nicht stressen. Henry haben wir in einen bewachten Parkplatz für 5€ abgegeben (47.5087929, 19.0775989). 2 Kilometer bis Down Town Budapest. Ein Blick in die zahlreichen Seitenstraßen lohnt sich allemal. Wir machen einen Abstecher in eine Gasse mit Flohmarkt und Cafés. Für uns immer am Schönsten, treiben lassen, beeindrucken lassen. Bei 35°C bloß kein Stress. Entlang der Donau auf der Pester Seite, gegenüberliegend der Stadtteil Buda am Hang, bis zum Parlamentsgebäude, groß und prächtig. Es war ein schöner Tag.
Zum Weiterfahren zu spät, also raus aus der Stadt, wieder an die Donau. Wir parkieren nur durch eine Baumreihe getrennt am Ufer. Bei Käse und Rotwein blicken wir den kleinen und großen Schiffen nach.
Wir verlassen die Donau, diesen herrlichen Fluss, weiter Richtung Osten.
Es zieht uns in die Berge, nahe der Stadt Eger. Im Nationalpark Bükk finden wir einen wunderbar ruhigen Stellplatz. Der Ort bietet sich an die Gegend zu Fuß zu erkunden, Schluchten, Hügel, herrlicher Wald. Am Morgen wecken uns Glocken, nicht die von Kirchen, sondern solche die man Schafen um den Hals hängt. Wir sind sofort wach, was für ein Schauspiel.

Nach Wanderung und Frühstück brechen wir auf. Am Vormittag deutet es sich bereits an, es wird wieder sehr warm, heiß. Zur Mittagszeit knacken wir die 40°C Marke. Die Gegend erinnert jetzt eher an Savanne und Steppe in Afrika. Knorriges, hartes Gras, flirrende Hitze und Staub. Ein Springbrunnen in Debrecen im Osten Ungarns ist unsere Rettung. Eine Wohltat sich kurz abzukühlen. Einkaufen und weiter, viel hat die Stadt nicht zu bieten. Eine sandige Piste führt uns zu unserem Stellplatz. Erste Wahl zur Stellplatzsuche ist die App „Park for night“. Auch wenn wir nicht immer den ausgewiesenen Platz wählen oder finden, stimmt die Richtung, hin ins Abseits. Ruhig und ungestört wird es allerdings nicht. Wenn auch keine Personen und Autos vorbeikommen, so werde ich doch immer wieder wach durch Hundegebell und aktive Jäger. Die letzte Nacht vor Grenzübertritt nach Rumänien. Die letzte Nacht ohne Müll am Stellplatz.

An der Grenze ist es ein bisschen wie früher. Stau und Kontrolle der Papiere. Etwa eine Stunde dauert die Abfertigung. Fahrzeugpapiere, Führerschein und Ausweise werden kontrolliert, dann sind wir in Rumänien. Land Nummer 3 der Reise, dem ersten noch nicht bereisten Land. Ungarn und damals noch Tschechoslowakei haben wir schon auf vergangenen Urlaubsreisen kennengelernt. Ungarn ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. 1989 als sich die DDR Bürger Nachts aufmachten vom Campingplatz die Grenze zu Österreich zu überqueren. Ein Stück innerdeutscher Geschichte erlebt. Was damals vor sich ging, hat man allerdings erst später erfahren. Handy und Socialmedia gab es noch nicht.
Was war in Rumänien anders? Hundert Kilometer hinter der Grenze erstmal nichts, außer dass wir jetzt Lei in der Geldbörse hatten. Für die Nacht bot uns ein wunderschöner Eichenwald mit Blick auf die Karpaten Unterschlupf. Die letzte Hürde war eine tiefausgefahrene, steinharte Senke. Hat Henry aber auch geschafft. Jetzt erkannten wir doch einen Unterschied. Wir sammelten eine ganze Tüte Müll ein, um es uns schön zu machen. Der allzu sorglose Umgang der Rumänen mit der Müllentsorgung sollte uns immer wieder begegnen, was stimmt hier nicht? Am Morgen, beim Frühstück, bot sich ein herrliches Bild auf den Sonnenaufgang über den Bergen, bis wir dann aufbrachen das Land weiter zu entdecken.
Das Video findet ihr hier wieder bei youtube

